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Ausdrucksstarke Demonstration und gewalttätige Übergriffe von „Querdenkern“

Vergangenen Montag haben wir mit bis zu 200 Personen gegen die unsolidarische Coronapolitik demonstriert. Um 18:30 Uhr startete die Kundgebung vor dem Kaiser-Wilhelm-Museum mit Redebeiträgen zum Pflegenotstand, zum Patentschutz, zur Situation Geflüchteter, zur Aussparung ganzer wirtschaftlicher Bereiche in der Coronabekämpfung und zum neuen Versammlungsgesetz in NRW.
Mit Parolen wie „Ausgangssperre blanker Hohn, Lockdown für die Produktion“ und „Menschenleben vor Profite“ setzte sich die Demonstration Richtung Hauptbahnhof in Bewegung, wo zeitgleich eine Kundgebung von „Querdenken 215 / Krefeld am Montag“ mit Unterstützung der bundesweit für ihre Umsturzphantasien bekannten „Corona-Rebellen Düsseldorf“ stattfand. Einzelne Teilnehmer der Corona-verharmlosenden Demonstration begrüßten uns mit anzüglichen Gesten und Beleidigungen wie „Kommt her ihr Fotzen“. Das war wenig überraschend, ist es mit der zuvor gebetsmühlenartig proklamierten Gewaltfreiheit bei den Krefelder „Querdenkern“ längst vorbei, wie diverse Vorfälle in den letzten Wochen und am Montagabend zeigen.
Währenddessen setzten sich die Redebeiträge unserer Zwischenkundgebung mit dem antisemitischen Charakter der „konformistischen Rebellion“ und der ausbleibenden staatlichen Repression für die Querdenken-Bewegung auseinander, mit der insbesondere antifaschistische und kurdische Aktivistinnen und Aktivisten überzogen werden. Erst vor wenigen Monaten kam es in Krefeld aufgrund einer Unmutsäußerung im Umfeld einer Querdenken-Demonstration zu einer Hausdurchsuchung bei einem Antifaschisten.
Gegen 20:00 Uhr setzte sich unsere Demonstration quer durch die Innenstadt wieder in Bewegung und machte die interessierten Anwohnerinnen und Anwohner in deutschen und türkischen Durchsagen auf unsere Kritik aufmerksam.
Die Abschlusskundgebung am Beuys-Platz war noch einmal von antikapitalistischen und unversöhnlichen Redebeiträgen geprägt, ehe die Demonstration gegen 21:15 Uhr ohne weitere Vorkommnisse beendet wurde.
Kurze Zeit später wurde eine Person, die zuvor an unserer Demonstration teilgenommen hatte, am Hauptbahnhof von einem Teilnehmer der Querdenken-Demonstration unvermittelt ins Gesicht geschlagen. Die anwesenden Polizeibeamteten nahmen zwar eine Anzeige wegen Körperverletzung auf, weigerten sich aber, die Person auf dem Weg zum Südausgang des Hauptbahnhofes zu schützen. Gleichzeitig mischte sich ein Polizist ein und bestand darauf, dass der Schlag ins Gesicht keine Körperverletzung gewesen sei, obwohl ein Video dies unbestreitbar belegt. Ohne Polizeibegleitung musste die Person mit einer begleitenden Person also zum Südausgang gehen, wo es erneut zu einem Übergriff kam. Die begleitende Person wurde von einem schwarz gekleideten Mann mit Pfefferspray verletzt. Zur gleichen Zeit war die Polizei im Hauptbahnhof damit beschäftigt, abreisende Antifaschistinnen und Antifaschisten aufgrund einer angeblichen Beleidigung zu filmen und an der Abreise zu hindern.
Wir danken allen Teilnehmenden der ausdrucksstarken Demonstration und wünschen den beiden Verletzten gute Besserung.

30. April 2021
Krefelder Demobündnis „Menschenleben vor Profite“

Rede von Hendrick R. (Linksjugend solid) zur Kundgebung Menschenleben vor Profite am 26.4.2021

Liebe Menschen, ich spreche hier und jetzt für die Basisgruppe Krefeld der Linksjugend 'solid. „Wir wollen eine Welt, in der Menschen friedlich, frei, gesund und gleichberechtigt leben können. Weil uns der Kapitalismus Menschenwürde, Gerechtigkeit, unzerstörte Natur, Freiheit, Demokratie und Gleichberechtigung nicht geben kann, haben wir uns in einem sozialistischen Jugendverband zusammengeschlossen. Unser Ziel ist und bleibt, „alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist.“

Eine Pandemie, wie wir sie zur Zeit erleben, sollte nicht die Ursache für unsere missliche Lage sein. Sie sollte nicht die Ursache für globalen Aufruhr sein, und schon gar nicht der Anlass dafür, die Ausbeutung von Mensch und Natur weiter auszuweiten. Täglich sterben Menschen nicht nur an Corona, sondern vor allem an dem Versuch des Kapitals, die aktuellen Machtverhältnisse mit allen Mitteln, seien sie auch noch so unmenschlich, aufrecht zu erhalten. Hier geht es vor allem um Eigentumsverhältnisse und damit um Ausbeutungsmöglichkeiten der arbeitenden Bevölkerung. Die Regierung hat dabei die Aufgabe die Lohnabhängigen bei Laune zu halten, Aufstände zu vermeiden und die Repression von oben nach unten zu verstärken.

Was bekommen wir davon mit?
Viele von uns werden in die Kurzarbeit verbannt oder verlieren ihren Job, wodurch viele Leute kein normales Leben mehr führen können und jeden Euro dreimal umdrehen müssen. Trotzdem müssen wir weiter unsere Miete bezahlen und auch das Auto, welches viele von uns anschaffen mussten, um zur Arbeit zu gelangen. Wir bekommen weniger Geld, welches wir zum Leben brauchen, nur damit die Profite weiter generiert werden können. Wir werden von unseren sozialen Kontakten abgeschnitten, da immer wieder halbarschige Maßnahmen für den Umgang von der durch Profitinteressen des Kapitals unterworfenen Regierung hervorgebracht werden, welche die Pandemie nicht stoppen können.
Wenn wir doch arbeiten gehen dürfen und im besten Fall unser übliches Gehalt weiter bekommen, dann werden wir gezwungen in die Betriebe zu kommen und müssen uns in die Gefahr begeben, uns sowohl im Betrieb als auch auf dem Arbeitsweg im ÖPNV anzustecken. Wir dürfen den ganzen Tag auf der Arbeit miteinander kuscheln, wenn wir wollen, dürfen aber abends mit den gleichen Kolleg:innen kein Bier in der Kneipe trinken gehen oder mittlerweile durch die absolut schwachsinnige Ausgangssperre nicht einmal mehr spazieren gehen. Mensch freut sich, durch die Beschneidung jedes möglichen Kontakts im Privaten auf die Kontakte auf der Arbeit und verzichtet somit freiwillig auf Heimarbeit, falls dies nicht sowieso von den Ausbeuter:innen untersagt wurde.
Reiche hatten schon immer ein Sonderrecht auf örtliche Unabhängigkeit. Hier beobachten wir den sogenannten Ischgl-Effekt. Reiche reisen quer durch die Weltgeschichte und verbreiten fröhlich den Virus, welcher die ärmere Bevölkerung umbringt.
Das Robert-Koch-Institut hat dazu eine Statistik herausgebracht, welche die erhöhte Sterblichkeit der Ärmsten nochmal unterstreicht:
"... Der Anstieg der COVID-19-Todesfälle fiel in sozial benachteiligten Regionen Deutschlands am stärksten aus – sowohl bei Männern als auch bei Frauen. Im Dezember und Januar lag die COVID-19-Sterblichkeit in sozial stark benachteiligten Regionen um rund 50 bis 70 Prozent höher als in Regionen mit geringer sozialer Benachteiligung. ... " 
Der reiche Teil der Bevölkerung wird also nicht nur wirtschaftlich sondern auch gesundheitlich bevorzugt behandelt. Viele Arbeiter:innen können es sich nicht "leisten" krank zu sein und gehen deshalb, trotz Krankheit, arbeiten und verbreiten somit das Virus in den Fabriken, in denen sowieso fragliche Hygienekonzepte angewendet werden, wenn es überhaupt welche gibt. Generell wirkt die sogenannte Corona-Krise als eine Potenzierung der ausbeuterischen Machtverhältnisse, was sich in allen Bereichen des Lebens widerspiegelt.
Gerade bei den sowieso schon schlimmsten Ausbeutungsverhältnissen wie z.B. Tönnies und vor allem in Pflegeberufen, zeigt sich, dass die Bedingungen für die Arbeiter:innen immer schlimmer werden. Hier müssen durch die Privatisierung des Gesundheitswesens weiter Profite generiert werden, ironischerweise ohne Rücksicht auf Gesundheit und Menschenleben.

Wenn wir unseren Fokus auf die Bedürfnisse der Menschen legen und solidarisch agieren, können wir die Pandemie überwinden, ohne Menschenleben zu gefährden und dabei ein Bewusstsein aufbauen, das uns als Menschen näher bringt, anstatt uns voneinander zu entfernen und uns sozial zu isolieren. Das Konkurrenzverhältnis in der Impfstoffproduktion muss überwunden werden. Der Staat muss die Kontrolle über die Impfstoffproduktion übernehmen und sie, wenn nötig, weiter ausbauen, denn solange die Produktion in Privatbesitz ist und profitorientiert läuft, hilft es auch nur wenig, wenn die Patente freigegeben sind.

• Wir fordern eine Entprivatisierung des Gesundheitswesens und der Pharmaindustrie. Die Gesundheit und das Leben von Menschen dürfen keine Spekulationsobjekte sein!
• Wir fordern, dass alle Patente für die Impfstoffe freigegeben werden, damit alle Menschen so schnell wie möglich geimpft werden können und es nicht Einzelnen vorbehalten ist, die proprietären Lizenzen zum Herstellen von Impfstoffen zu nutzen, um Profite zu generieren und damit es nicht mehr von Kapitalinteressen abhängig ist, wie viele Menschen vor dem Virus geschützt sind!
• Wir fordern, dass allen Menschen FFP2-Masken kostenlos zur Verfügung gestellt werden!
• Wir fordern, dass alle nicht-essenziellen Wirtschaftsbereiche heruntergefahren werden bei garantierter 100%-iger Lohnfortzahlung für die Arbeiter:innen!
• Wir fordern einen sofortigen Mietenstopp und die Auflösung des ausbeuterischen Mietverhältnisses, bei welchem die Reichen das Grundbedürfnis eines jeden Menschen auf freien Wohnraum angreifen und damit auf Kosten der Armen Profite generieren!
• Wir fordern die Finanzierung der Maßnahmen durch eine Corona-Abgabe der Großunternehmen und Superreichen von mindestens 30% ab einem Vermögen von einer Million Euro!

Unser neues Bündnis "Menschenleben vor Profite!" zeigt, dass Solidarität, Mobilisierung und politische Bildung Menschen mit gemeinsamen Interessen zusammenbringt und dadurch eine politische Macht entsteht, welche demokratischer ist, als der von den Profitinteressen des Kapitals unterworfene Staat je sein kann.
Werdet aktiv gegen das Kapital und seinen Staat! Organisiert euch in linken Gruppen und Gewerkschaften! Kämpft, blockiert, protestiert und streikt!
-- Eure 'solid

Kundgebung zum Austritt der Türkei aus der Istanbul-Konvention - Eine Rede von Michelle T. (KV Krefeld)

Die Türkei unter Staatspräsident Erdogan ist aus der Istanbul-Konvention ausgetreten.
Begründet wurde der Schritt vor allem mit homophoben Rechtfertigungen sowie der Proklamation, die Konvention stünde Widerspruch mit den Traditionen des Landes. Da stellt sich doch die Frage, sind Traditionen, die den Schutz vor Gewalt ausschließen, wirklich erhaltungswert? Die Türkei wird damit zu einem Ort ohne staatliche Frauenrechte, dabei wurden dort 2020 mindestens 300 Frauen von ihrem Partner oder Ex-Partner ermordet, weitere 171 verstarben unter verdächtigen Umständen, so KCDP, eine türkische Organisation gegen Femizid.

Wir zeigen hier heute internationale Solidarität, wenn wir für Frauenrechte in der Türkei protestieren. Anlässlich dessen müssen wir aber auch einen Blick auf uns selbst werfen.

Zunächst einmal allgemein: Die Istanbul-Konvention wurde 2011 im Europarat mit 45 weiteren Staaten und auch von der BRD unterzeichnet. Erst seit 2018 ist sie in Deutschland bindend.
Sie beruht auf der Prävention, dem Opferschutz und der Bestrafung der Täter.
Bei Opferschutz denkt man in erster Linie an Frauenhäuser. Die Alternativstudie des Bündnis Istanbul-Konvention kurz BIK stellt hierzu fest: Die Frauenhäuser sind oft in finanzieller Notlage. Frauen müssen ihren Aufenthalt dort teilweise selbst übernehmen. Diese Praxis widerspricht der Istanbul-Konvention, nach der Frauen, die Gewalt erfahren haben, wirtschaftlich unabhängig ein neues Leben aufbauen müssen. Sie starten dann mit einem Kredit aus dem Frauenhaus.
Ein inklusives Frauen-und Mädchenhaus gibt es in ganz NRW nur ein einziges Mal.
Frauen mit Behinderungen, Frauen mit Migrationsgeschichte, geflüchtete Frauen, Frauen aus dem EU-Ausland, Sexarbeiterinnen, Seniorinnen, wohnungslose Frauen, Frauen mit psychischen Beeinträchtigungen oder Suchterkrankungen und Frauen, die von Menschenhandel betroffen sind, finden in der BRD nur unzureichendend oder keinen Schutz vor Gewalt, so auch das BIK.

Gewalt gegen Frauen endet im schlimmsten Fall mit einem Femizid. 2020 wurden in Deutschland 117 Frauen von ihrem Partner oder Ex-Partner ermordet. Das bedeutet in etwa einen Femizid jeden 3. Tag; jeden Tag versucht ein Mann seine Partnerin oder Ex-Partnerin zu töten. Die Täter erwartet kein eigener Straftatbestand oder auch nur die Inklusion im Begriff der Hasskriminalität. Dass Frauenhass und damit auch Gewalt gegen Frauen strukturell begründet ist, wird somit nicht anerkannt . Meist enden die Verfahren mit einer Verurteilung wegen Totschlags und mit Rechtfertigung der Richter*innen für die Motive des Täters. Wir fordern eine Anerkennung des Strafbestands des Femizids und damit einer Anerkennung der strukturierten sexistischen Gewalt.

Des Weiteren sind auch die WHO-Standards in der BRD gar nicht oder nur mangelhaft umgesetzt, die eine Grundversorgung nach häuslicher und/oder sexualisierter Gewalt sicher stellen sollen. Hier wird die ohnehin bestehende Notsituation der Frauen und Mädchen durch finanzielle Last noch verschärft.

Auch die Prävention von Gewalt gegen Frauen und Mädchen ist mangelhaft. Die Prävention soll verhindern, dass im Schnitt täglich eine Frau von ihrem Partner oder Ex-Partner attackiert wird.
Die Prävention läuft jedoch bereits in die falsche Richtung, da der Diskurs sich meist auf rein juristische Gleichberechtigung beschränkt.
Effektive Prävention ist jedoch die Stärkung von Frauen und Mädchen in der Gesellschaft und der aktive Abbau von Sexismus. Die Gesellschaft muss Diskrimierung und Gewalt gegen Frauen und Mädchen ächten. Das kann nur dann effektiv geschehen, wenn das Patriarchat bekämpft und überwunden wird.
Die Istanbul-Konvention ist ein erster Schritt, aber auch nur das Minimum. Die Frauenbewegung ist somit noch lange nicht am Ziel. Unser System ist auf dem Patriarchat aufgebaut, kleine Zugeständnisse und Reformen reichen nicht. Für eine echte Befreiung von Unterdrückung für Frauen muss das System nicht abgeändert, sondern gestürzt werden. Lasst uns gemeinsam für diese Revolution kämpfen.
Jeden Tag - weltweit.

 

Hier starb Alexander P. - Ein Opfer sozialer Kälte

Der Leichnam von Alexander P., der am 11.2. nach einer Nacht mit Minusgraden gefunden wurde, wurde nicht obduziert.
Die Staatswaltschaft und ihr Leiter, der sich schon mehrfach Gegenüber den Ärmsten der Gesellschaft negativ geäußert hatte, hielten dies nicht für nötig. Es war ja nur ein Obdachloser.
Ratsfrau Julia Sourmund hierzu: "Auch Wohnungslose und Suchtkranke sind vollwertige Bürger*innen Krefelds. Wir fordern schon lange einen Drogenkonsumraum, quantitative und qualitative Verbesserungen der Notunterkünfte und vor allem HOUSING FIRST für alle Krefelder*innen. Die Stadt Krefeld ist im übrigen nicht unserem Antrag gefolgt, Wohnungslosen während der Coronazeit einen kostenfreien Schlafplatz in den Krefelder Hotels zu ermöglichen."
Anlässlich des Todestages von Alexander P. vor genau einem Monat hielt DIE LINKE eine Mahnwache. Am 11.4. findet um 17.30 Uhr eine erneute Mahnwache statt.

Leerstand mit Leben füllen!

Jetzt am Samstag um 17 Uhr am Schinkenplatz!

Laut einer Studie fehlen in Krefeld über 14.000 bezahlbare Wohnungen für ärmere Mitbürger*innen. Dabei wird davon ausgegangen, dass die Wohnungskosten 30 Prozent des verfügbaren Einkommens nicht übersteigen sollen. Gebaut wurden aber nur einige hundert in den letzten Jahren. Immer weniger Sozialwohnungen stehen zur Verfügung. Schätzungen gehen von ca. 7000 leer stehenden Wohnungen aus. Überall im Stadtbild ist das sichtbar. Gemäß §5 des Wohnungsaufsichtsgesetzes ist Wohnraum vom Eigentümer so auszugestalten, dass man darin wohnen kann. Untätige Eigentümer müssen also dazu verpflichtet werden, die leer stehenden Wohnungen in Stand zu setzen und zu vermieten. Manfred Göbel, der für DIE LINKE Krefeld im Bauausschuss sitzt, macht mit uns eine Radtour durch die Stadt! Seid mit dabei!

Video: Julia Suermondt   Musik: Cheery Monday by Kevin MacLeod Link: https://incompetech.filmmusic.io/song...  License: http://creativecommons.org/licenses/b...

Unsere Aktion mit dem ÖPNV-Bus!

Aktion am Dienstag, 1. September auf dem Neumarkt

Hanau 19.2.2020 - Wir erinnern und vergessen nicht!

Vor einem halben Jahr tötete ein Rechtsradikaler neun Menschen und verletze fünf weitere als er bei einem Attentat vor einer Shishabar gezielt auf Menschen mit Migrationshintergrund schoss. Der Solidaritätshaus e. V. (DIDF) hat zu diesem Anlass zu einer Kundgebung mit Krefelder Bündnissen und Parteien aufgerufen.
Auch unsere Partei durfte in Person von Kreissprecher Lars Kinder und dem Bezirksvertreter Manfred Göbel zu diesem Anlass sprechen.
"Wir fordern Gerechtigkeit für die Hinterbliebenen und stehen Schulter an Schulter mit allen Betroffenen von Rassismus", so Lars Kinder.

Solidarität macht Stark! Ormazabal Arbeiter*innen unterstützen!

Die Arbeiter*innen wehren sich gegen die geplante Arbeitsplatzvernichtung. 155 Beschäftigte sollen durch das Unternehmen entlassen werden. Gegen diese Maßnahme organisierte die IG Metall eine Menschenkette und eine Kundgebung. Viele Beschäftigte haben für das Unternehmen jahrelang Profite erarbeitet, und jetzt sollen sie in die Arbeitlosigkeit abgeschoben werden. Viele Arbeiter*innen sind seit 20-30 Jahren im Unternehmen. Die Beschäftigten sind entschlossen und kämpfen für den Erhalt der Arbeitsplätze.
Um Solidarität mit den Beschäftigten zu bekunden waren neben den Arbeiter*innen, Vertreter der SPD, der Oberbürgermeister Frank Meyer, Ratsmitglied Basri Cakir sowie der Bezirksvertreter Manfred "Kippen Kerl" Stein der Partei Die Linke, mehrere Parteimitglieder und Vertreter des Solidaritätshauses vor dem Werkstor.
Sebastian Schubert, Vorstandsmitglied Kreisverband Krefeld DIE LINKE, sprach mit Arbeiter*innen vor Ort: "Hier geht es ja nicht um eine Deindustrialisierung von klimaschädlichen Industrien, sondern gerade wieder um die Verlagerung ins Ausland zum Lohndumping."

Arbeitskampf der Reinigungskräfte

DIE LINKE. Krefeld solidarisiert sich mit den Streikenden und nimmt am Arbeitskampf teil!

DIE LINKE beteiligte sich dieser Tage an den Aktionen der IG Bau und Ver.di. Unser Ratsmitglied Basri Cakir war bei Ver.di-Streiks auf dem Theaterplatz und vor der SWK. Er und Kreissprecher Lars Kinder besuchten auch die Kundgebung der IG Bau am Westwall vor dem Haus des Arbeitgeberbunds. Anschließend folgte ein Protestmarsch zum Ostwall. Es war eine bunte Truppe von Reinigungskräften. "Sauberkeit rettet Leben" war das Motto, das sie auf ihren Warnwesten trugen. 12 Euro Stundenlohn und "Weihnachtsgeld sind die Forderungen für die Tarifvereinbarungen, die für alle verbindlich gelten sollen!

Dazu Kreissprecher Lars Kinder:

"Es ist sehr wichtig, dass gerade Menschen mit Berufen am unteren Ende der Gehaltsklassen für ihre Rechte kämpfen. Diese Kundgebung macht hoffentlich Mut, dass sich weitere Beschäftigte in Gewerkschaften organisieren und für ihre Rechte einstehen. Reinigungskräfte müssen von ihrem Geld leben können, ohne beim Jobcenter aufstocken zu müssen!!! "

Für einige Teilnehmenden der Kundgebung ging es dann weiter ins Solidaritätshaus, wo bei ausreichendem Abstand Gespräche über die Situationen in Betrieben geführt wurden.

Lars Kinder: "Zu den Tarifverhandlungen von Ver.di bleibt festzuhalten, dass der Arbeitskampf gut organisiert war und die Streiks teilweise Wirkung gezeigt haben. Es müssen sich aber mehr Kolleg*Innen gewerkschaftlich organisieren, damit der Druck auf die Arbeitgeber erhöht werden kann!"

Deshalb: Hinein in die Gewerkschaften und Hinein in unsere Partei!

LOVE STONED im kreschTheater

Liebe und Drogen und vor allem Liebe beschäftigen Jugendliche sowie Erwachsene. Das kreschTheater setzte diese Themen mit einer Jugendschauspielgruppe in einem Film um. Das zunächst geplante Theaterstück musste wegen den Covid-19-Schutzvorschriften ausfallen. Am Ende des Films gab es dann noch ein Foto mit unserem Kreissprecher Lars Kinder, den Schauspieler*innen, der Regisseurin und Vertreterinnen der Kooperationspartner.
Der Kreissprecher Lars Kinder hierzu: "Ein gelungener und moderner Film. Viele Aufnahmen wurden mittels Zoom-Konferenz am Bildschirm gedreht. Dabei stand, wie von einer Schauspielerin erklärt, die Mimik viel stärker im Vordergrund als bei einem Bühnenstück. Der Film zeigt auch, dass Liebe vielfältig ist. In Filmen ist das Identifikationspotenzial mit homo- und heterosexuellen Charakteren wichtig. Für eine bunte Gesellschaft und gegen Unterdrückung!"

Brand im Flüchtlingslager Moria - Europa macht sich schuldig

Die aktuelle Situation im fast vollständig abgebrannten Flüchtlingslager in Moria ist katastrophal.
Sebastian Schubert, unser Kandidat für die Bezirksvertretung Ost, dazu: "Es völlig irrelevant, wie die Feuer entstanden sind. Wichtig ist, dass dieses Lager endlich aufgelöst wird und Deutschland seinen humanitären Ansprüchen und angeblichen Werten gerecht wird. Die dort lebenden Menschen müssen evakuiert und in sichere und menschenwürdige Umgebungen gebracht werden."
Unser Ratsherr Stephan Hagemes fordert: "Der Innenminister von der CSU muss seine inhumane Blockadehaltung beenden! Auch er macht Europa schuldig."
Unser Fraktionsvorsitzender Basri Cakir berichtete dazu aus dem Rat der Stadt Krefeld: "Krefeld ist selbsternannter Sicherer Hafen und muss mithelfen, die in Moria lebenden Flüchtlinge zu evakuieren. Die Auszeichnung Sicherer Hafen, die von der Seebrücke erstritten wurde, darf nicht nur symbolisch bleiben. Wir können in Krefeld deutlich mehr als die im Stadtrat beschlossenen zehn unbegleiteten Minderjährigen aufnehmen. Wir fordern Oberbürgermeister Frank Meyer auf, beim Bundesinnenministerium die Bereitschaft auf eine weitere Flüchtlingsaufnahme zu zeigen. Wir danken der Seebrücke für Ihr Engagement und die den spontanen Aufruf zur Solidaritätsbekundung mit den Flüchtlingen in Moria am heutigen denkwürdigen Abend."

Aktion für die Wiedereröffnung des Stadtbades Neusser Strasse Krefeld

DIE LINKE will ein Schwimmbad und CDU und SPD gehen baden

Das Schwimmbad an der Neusser Str. wurde im Jahr 2000 geschlossen. DIE LINKE kämpft seit 2010 für die Renovierung des alten Schwimmbads. Die Entscheidungsträger von SPD und CDU im Stadtrat sparen an der falschen Stelle. Durch ihr Nichtstun verfällt das Bad. Sie interessieren sich nicht für die Interessen der Anwohner*innen.
DIE LINKE fordert für die Anwohner*innen und alle Krefelder Bürger*innen - eine öffentliche Nutzung des Geländes mit einem renovierten Schwimmbad und der Möglichkeit, dass auch Schulen und Kindergärten dieses Schwimmbad nutzen können.
Das Architektenbüro Thomas Kolb/Berlin erklärte uns auf Anfrage: Ein Hallenbad und sogar ein Freibad können wiedererrichtet werden.
Was halten Sie von einer Renovierung des Schwimmbads und wie möchten Sie es nutzen? Wie wäre es, wie damals ein Damen- und Herrenbad einzurichten, in dem Frauen ungestört baden können?

3. Kundgebung vor der Sparkasse

Zum dritten Mal hat unser Fraktionsvorsitzender Basri Cakir mit Mitgliedern von DIDF und unserer Partei DIE LINKE vor der Krefelder Sparkasse protestiert. Bei diesem Anlass sprach Basri Cakir diesmal vor der Filiale an der Friedrichsstr.:
"Die Sparkassen sind eine gute Erfindung. Ihr Geld gehört den Einwohner*innen der jeweiligen Kommune. Die Sparkasse in Mönchengladbach überweist jährlich 6 Millionen Euro in den städtischen Haushalt. Bei uns in Krefeld ist die Sparkasse nicht einmal in Coronazeiten dazu bereit, eine Spende in den Haushalt der Stadt Krefeld zu investieren. Das liegt an den Entscheidungsträgern in der Sparkasse und in der Politik. Wählt deshalb DIE LINKE. Eine starke Linke im Krefelder Stadtrat schafft es, das Geld, das allen gehört, für alle zu nutzen."

DIE LINKE zu Gast bei den Freischwimmern

Am gestrigen Tag diskutierten Katrin und Marcel von den Freischwimmern mit Ratsfrau Julia Sourmondt und Ratsherrn Stephan Hagemes sowie dem Anwohner Marc und Lars Kinder im historischen Stadtbad Neusser Str. über dessen mögliche Nutzung. Die Freischwimmer berichteten von ihrer vielfältigen Projekten auf dem Gelände, wie der Stadtteilwerkstatt. Ihre Arbeit stützt sich dabei auf drei Säulen: Soziales, Kultur und Neue Ökonomie. Deshalb finden die Freischwimmer sowohl bei den Krefelder Bürger*innen als auch in der Stadtverwaltung viel Zuspruch.
Auch DIE LINKE befürwortet die öffentliche Nutzbarmachung durch die Freischwimmer. In Fraktion und Vorstand besteht darüber hinaus eine breite Mehrheit für eine Neueröffnung mindestens eines Schwimmbeckens. Julia Sourmondt hierzu: "Wir haben da ganz konkret das Wohl der Kinder der Innenstadt im Blick. Sie könnten hier schwimmen lernen. Die umliegenden Grundschulen müssten für den Schwimmunterricht nicht nach Bockum ausweichen."

Das gemeinsame Foto entstand zwischen dem alten Planschbecken und dem 33-Meter Schwimmbecken. Lars Kinder zur Außenanlage: "Der Außenbereich mit seiner Wasserfläche, der Begrünung und der vielfältigen Vogel- und Insektenfauna ist ein erhaltenswerter Raum. In Anbetracht des Klimawandels brauchen wir Orte, die die Innenstadt im Sommer runterkühlen."

2. Kundgebung vor der Sparkasse / Dt. Bank

Erneut versammten sich wieder Mitglieder von DIDF und unserer Partei Die Linke vor der Krefelder Sparkasse. Ratsfrau Julia Sourmondt und Ratsherr Basri Cakir fordern die Sparkasse jetzt zur Spende in den städtischen Haushalt auf. Mehr Informationen zu unserer Sparkassenaktion findet ihr weiter unten auf dieser Seite...

Kundgebung vor der Sparkasse / Dt. Bank

Am 4.5. haben sich Mitglieder der DIDF und der Partei Die Linke vor der Sparkasse am Ostwall versammelt.
Basri Cakir (der Fraktionsvorsitzende der Partei Die Linke im Krefelder Stadtrat) dazu:
"Die Fraktion der Linken im Krefelder Stadtrat macht vernünftige und sofort umsetzbare Vorschläge, während die anderen Parteien auf Symbolpolitik setzen."
In der Roten Krähe wurde über unsere Forderung konkret berichtet: Die Sparkasse soll den Haushalt retten Durch die „Corona-Krise“ fehlen laut Kämmerer zur Zeit drei bis vier Millionen Euro im Krefelder Haushalt. Vor allem durch den hohen Ausfall an Gewerbesteuern. DIE LINKE. hat die letzten Jahre immer wieder Ausschüttungen an die Stadt durch die Sparkasse gefordert, so wie dies auch in anderen Kommunen üblich ist. Bislang ließ sich das nicht durchsetzen, weil zur Sparkasse Krefeld auch der Kreis Viersen gehört und dieser mit abstimmt. DIE LINKE. fordert nun, einen Apell an die Sparkasse auszusprechen, wenigstens in der derzeitigen Notlage sechs Millionen Euro an die Stadt zu spenden.

Aktionen - Bilder

1. Mai 2020

Guido Knabben (herrje)
Guido Knabben (herrje)
Guido Knabben (herrje)

Demo 13.10.2018 Krefeld unteilbar - grenzenlos solidarisch

Holger M.Gebel / DIE LINKE. Kreisverband Krefeld
Holger M.Gebel / DIE LINKE. Kreisverband Krefeld
Holger M.Gebel / DIE LINKE. Kreisverband Krefeld
Holger M.Gebel / DIE LINKE. Kreisverband Krefeld
Holger M.Gebel / DIE LINKE. Kreisverband Krefeld
Holger M.Gebel / DIE LINKE. Kreisverband Krefeld
Holger M.Gebel / DIE LINKE. Kreisverband Krefeld
Holger M.Gebel / DIE LINKE. Kreisverband Krefeld
Holger M.Gebel / DIE LINKE. Kreisverband Krefeld

Menschen vor Profite: Pflegenotstand stoppen ! Bilder vom Aktionsstand der LINKE. Krefeld am 12.05.2018 am Krefelder Südwall Ecke Hochstrasse

DIE LINKE. Krefeld beim Internationalen Frauentag 2018 in Krefeld

Holger M.Gebel / DIE LINKE. Kreisverband Krefeld
Holger M.Gebel / DIE LINKE. Kreisverband Krefeld
Holger M.Gebel / DIE LINKE. Kreisverband Krefeld
Holger M.Gebel / DIE LINKE. Kreisverband Krefeld
Holger M.Gebel / DIE LINKE. Kreisverband Krefeld
Holger M.Gebel / DIE LINKE. Kreisverband Krefeld
Holger M.Gebel / DIE LINKE. Kreisverband Krefeld
Holger M.Gebel / DIE LINKE. Kreisverband Krefeld
Holger M.Gebel / DIE LINKE. Kreisverband Krefeld
Holger M.Gebel / DIE LINKE. Kreisverband Krefeld
Holger M.Gebel / DIE LINKE. Kreisverband Krefeld
Holger M.Gebel / DIE LINKE. Kreisverband Krefeld

Infostand DIE LINKE. Krefeld zum Internationalen Frauentag am 04.03.2017

DIE LINKE. Krefeld Auftakt zur Kampagne "Das muss drin sein"

Fest ohne Grenzen Krefeld 2015

DIE LINKE. Krefeld am Antikriegstag 2014

Infostand der Linksjugend ['solid] Krefeld am 13. August 2013 vor dem BIZ Krefeld

Info-Stand in Krefeld Samstag, 21. September 2013

Fotoimpressionen vom Strassenwahlkampf

"Mindestlohn jetzt" Infostand DIE LINKE. Krefeld 5.10.2013

Fotoimpressionen vom 1. Mai 2013

Aktionstag UmFairteilen Krefeld 13. April 2013

Teilnahme an der Aktion gegen die Schließung der Bücherei Uerdingen

Bücherei in Uerdingen muss bleiben - Aktion der Partei DIE LINKE. Krefeld

Aktion der DIE LINKE. Krefeld gegen den Fiskalpakt

Eine kleine Auswahl unserer Aktionen und Bilder