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Unser Direktkandidat für den Wahlkreis II

Stephan Hagemes ist 46 Jahre alt und Sozialarbeiter. Er ist seit 2007 Mitglied in der Partei DIE LINKE, war von 2014 -2020 Ratsherr für DIE LINKE in Krefeld und seitdem der Geschäftsführer unserer derzeitigen Ratsgruppe.

Stephan, wie wurdest du politisiert?

Schon seit 1997 habe ich während meines Studiums jahrelang gegen Studiengebühren gekämpft, dafür haben wir damals den Landtag gestürmt. 2010 hat unsere Partei das dann auch durchsetzen können. Das war ein wichtiger Meilenstein für unsere Politik in NRW. Außerdem habe ich damals schon privat viele Menschen zum Sozialamt begleitet. Viele wurden damals schon so schlecht behandelt wie heute die Hartz IV-Empfänger*innen. Seit den 90er Jahren ist eine andauernde Verschlechterung der Lebenslage der Menschen mit niedrigeren Einkommen zu spüren. Diese neoliberale Politik des Sozialabbaus muss gestoppt werden!

Was würdest du als erstes tun, wenn du in den Landtag kämest?

Ich bin ein großer Fan von der Idee eines komplett kostenlosen öffentlichen Nahverkehrs. In Krefeld z.B. kostet das Sozialticket derzeit um die 40 Euro und das auch nur für den Stadtbereich. Das ist viel zu teuer für die meisten! Mobilität darf keine Frage des Geldbeutels sein. Finanzieren könnte man das mit Landes- und Bundesmitteln, die sonst in klimaschädliche Maßnahmen wie den Neubau von Straßen investiert würden. Bis es soweit ist, sollten wir umgehend einen Verkehrsverbund für NRW schaffen, mit einem einheitlichen NRW-Ticket für das ganze Land. Und damit dann der Umstieg vom Auto auf Bus und Bahn auch wirklich klappt, müssen Busse und Bahnen natürlich öfter fahren und das Schienennetz muss ausgebaut werden. Krefeld braucht endlich einen S-Bahnanschluss!

Wo siehst du die größten Probleme bei der Bildungsgerechtigkeit in NRW?

Als Sozialarbeiter habe ich viel mit jungen Menschen zu tun, die sich beruflich finden müssen. In den letzten Jahren wurden beruflichen Fördermaßnahmen durch das Jobcenter sehr eingeschränkt. Dadurch laufen die Menschen Gefahr, in diesem System stecken zu bleiben. Diese sogenannten Trainingsmaßnahmen zur Zeit sind totaler Humbug. Es braucht einfach wirklich qualifizierte Sachbearbeiter*innen, um Menschen mit Problemen tatsächlich in ihren Beruf helfen zu können. Viele Sachbearbeiter*innen sind ja meist nur vorübergehend Beschäftigte mit einem Halbjahresvertrag. Dann hat NRW eine sehr schlechte Versorgung mit Kitaplätzen und die größten Schulklassen bundesweit. Das ist katastrophal! Gerade jetzt nach den Lockdowns brauchen wir kleinere Klassen und genügend Sozialarbeiter*innen, um auch die Schüler*innen aus schwierigeren Hintergründen auffangen zu können.

Was sind für dich die in NRW brennendsten Themen in der Klimaschutzpolitik?

NRW muss bis 2030 mindestens 80 % weniger Schadstoffe erzeugen als 1990! Dieses Ziel muss verbindlich im Klimaschutzgesetz NRW festgelegt werden! Dann stehen wir als Partei natürlich an der Seite der Klimaschutzbewegungen, die sich für den Erhalt der Wälder und Dörfer einsetzen und den Ausstieg aus der Braunkohle! Auch für uns ist klar: Lützerath und der Hambacher Forst müssen bleiben, Gartzweiler I und 2 umgehend gestoppt werden und der Umstieg auf Wind- und Solarenergie schnell voran getrieben werden!

Was sind deine wichtigsten Anliegen für deinen Wahlkreis?

Unsere Kommunen müssen viel mehr an der Gewerbesteuer beteiligt werden, damit sie überhaupt handlungsfähig sind. Das betrifft auch Krefeld! Hier braucht es Geld für mehr bezahlbaren Wohnraum, für den Kampf gegen Kinderarmut und Obdachlosigkeit und für mehr Personal in den offenen Kinder- und Jugendeinrichtungen. Auch ein 365-Euro-Ticket für Bus und Bahn als Übergangslösung würde den Krefelder*innen viel bringen. Außerdem bin ich strikt gegen so klimaschädliche Projekte wie den Surfpark am Elfrather See. Von dem hat auch die Normalbevölkerung absolut gar nichts!

Stephan im WDR

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Stephan Hagemes