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Unser Direktkandidat für den Wahlkreis I

Teyfik Bayram, 53, Berufskraftfahrer, lebt mit seiner Familie in Krefeld-Hüls. Er ist aktives Mitglied nicht nur bei der Partei DIE LINKE sondern auch bei der DIDF Krefeld (Föderation der Demokratischen Arbeitervereine)

Teyfik, als Berufskraftfahrer hast du deine ganz besondere Sicht auf die Probleme in NRW. Was muss sich ändern?

Als Berufskraftfahrer ist meine größte Sorge, dass meine Kollegen an den Wochenenden unter unwürdigen Bedingungen an den Raststätten übernachten müssen. Die Standheizungen werden dabei laufen gelassen und belasten zusätzlich die Umwelt. Hier muss eine andere Lösung für die Logistik und die Situation des Kraftfahr-Personals gefunden werden. Ein anderer Punkt ist: Wir müssen, wo es geht, Staus vermeiden! Sie sind sehr umweltschädlich, da sie jede Menge Abgase erzeugen. Wir haben von allen Bundesländern am meisten Staus in NRW von täglich 100 bis 300 Kilometer. Einer der Hauptgründe dafür ist, dass die Wirtschaft die Ware lieber in den LKWs auf den Parkplätzen und Autobahnen lagert, die dann just-in-time liefern sollen. Hier gilt natürlich: Der Güterverkehr muss von der Autobahn runter und ab auf die Schiene. Das sage ich, obwohl ich Kraftfahrer bin. Dann ist es so, dass viele Straßen marode sind, erneuert werden müssen und die vielen Baustellen den Stau erzeugen. Hier gilt es, schneller Abhilfe zu schaffen und die Baustellen endlich abzuschließen. Drittens müssen die Verkehrs-Knotenpunkte besser ausgebaut werden, mit gleichmäßigen Geschwindigkeitsvorgaben, damit der Verkehr besser fließt. Auch werden viele Polizeikontrollen an sensiblen Autobahn-Stellen durchgeführt, wo sie dann blockieren. Ich bin zwar für Kontrollen, aber eben Ort und Zeitpunkt so gewählt, dass keine Staus entstehen.

Was würdest du noch für das Klima und die Umwelt tun?

Wir müssen die öffentlichen Gebäude alle mit Solaranlagen versehen und die Häuser sanieren, damit sie energieneutral, mindestens aber sparsamer im Energieverbrauch werden. Dann geht es natürlich darum, wo es nur geht, vom Auto auf Fahrrad und Bus und Bahn umzusteigen. Dafür müssen wir den öffentlichen Nahverkehr langfristig kostenlos machen. Dann weiß ich als Kraftfahrer, dass wir jedes Jahr etwa eine Milliarde Altreifen in der Sahara entsorgen. Das muss wirklich aufhören, es geht nicht, dass wir einfach unseren Müll irgendwohin in die Welt exportieren. Und für uns Linke gehört natürlich der Kohleausstieg zur zwingend anstehenden Energiewende!

Wie möchtest du die Chancengleichheit in NRW erhöhen?

In der Pandemie hat auch meine Tochter Homeschooling gemacht. Ich war Gott sei Dank wirtschaftlich in der Lage, für sie einen Laptop zu kaufen. Das können sich ganz viele Menschen nicht leisten. Die Bildungschancen von Kindern dürfen nicht von ihrem Elternhaus abhängen! Deswegen braucht es eine kostenlose Ausrüstung für jedes Kind, also Laptop oder Tablet, vielleicht auch einen Drucker und vor allem uneingeschränkten Internetzugang, damit kein Kind zurück bleibt. Außerdem wollen wir das Notensystem abschaffen, damit die Kinder nicht unter unnötigen Druck gesetzt werden. Die Kinder sollen für ihre Zukunft lernen und nicht für Noten!

Was möchtest du für deinen Wahlkreis tun?

Für Krefeld fände ich es wichtig, die Fahrradwege auszubauen, um unserem Ziel einer autofreien Innenstadt näher zu kommen. Dann der viele Leerstand hier. Es geht nicht, dass Häuser als Spekulationsobjekte und Steuerabschreibungs-Objekte missbraucht werden. Man sollte die leerstehenden Häuser sanieren und preiswerte Wohnungen daraus machen, damit viele Menschen aus allen Schichten, zum Beispiel auch Azubis hier gut und günstig leben können. Insgesamt müssen die Kommunen finanziell besser ausgestattet werden, damit auch Krefeld, gerade in den sozialen Brennpunkten, mehr in Jugendarbeit und soziale Projekte investieren kann. Und als Hülser bin ich natürlich unbedingt dafür, dass Hüls wieder ein Schwimmbad bekommt!

Teyfik im WDR

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Teyfik Bayram