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Stephan Hagemes

Kundgebung gegen rechte Gewalt und Hetze in St. Tönis

Am 02.01.2009 demonstrierten ca. 100 Menschen aus ganz NRW gegen eine rechte Hetzkampagne, die sich gegen den 16jährigen Sprecher unseres Jugendverbandes Linksjugend.solid Krefeld/Viersen gerichtet hatte. Kurz vor Weihnachten 2008 hatten in St. Tönis Unbekannte Flugblätter mit Hetze und Lügen im Nazivokabular über unseren mittlerweile zurückgetretenen Linksjugend.solid - Sprecher verteilt.

In der Nacht zum 27.12.2008 verübten dann offensichtlich Nazis einen Anschlag auf die Haustür zweier St.Töniser Familien. Die Rechten hatten deren Haus wegen einer Namensgleichheit für das Domizil unseres antifaschistisch aktiven Genossen gehalten.

Sehr kurzfristig rief DIE LINKE. Krefeld zusammen mit der Rot-Alternativen Bewegung (RABE) Krefeld zu einer Solidaritätskundgebung Es waren ca. 100 TeilnehmerInnen, die bei winterlichen Temperaturen ihre Empörung und Solidarität zum Ausdruck brachten. Diese Zahl halten wir nach nur drei Tagen Mobilisierung für ein deutliches Zeichen.

Sevim Dagdalen (MdB) aus Berlin, Bärbel Beuermann, die stellvertretende Landessprecherin DIE LINKE. NRW, Finn Siebert, der jugendpolitische Landessprecher DIE LINKE. NRW und Fabian Bünnemann, der NRW-Landessprecher unseres Jugendverbandes Linksjugend. solid waren aus ganz NRW nach St. Tönis gekommen, um ihre Empörung und Unterstützung zum Ausdruck zu bringen. Professor Wolfgang Dresen von der „Arbeitsstelle Neonazismus“ der FH Düsseldorf wies wie andere RednerInnen auf die Notwendigkeit eines NPD-Verbotes hin. Hayri Cakir (DGB-Kreisvorstand) verlas eine Solidaritätsbotschaft des DGB-Kreisvorsitzenden Ralf Köpke, der wegen eines anderen Termins verhindert war. Für die DKP Linker Niederrhein sprach Herbert Steeg, für RABE Ulrich Knur. Schließlich erklärte auch Albert Koolen, der Sprecher des Bündnisses „Krefeld für Toleranz und Demokratie“ seine Solidarität.

Sie alle zeigten, dass ein Angriff auf einen Antifaschisten ein Angriff auf alle ist, die gegen rechte Hetze und Gewalt (aktiv) sind und dass solche Angriffe solidarisch beantwortet werden müssen.

Ein massives Zeichen der St. Töniser Bevölkerung gegen die rechten Täter fehlt allerdings noch und ist gerade vor den kommenden Kommunal-, Europaparlament- und Bundestagswahlen 2009 notwendig.

Kein Fußbreit den Faschisten, Nationalisten, Rassisten, Antisemiten und offenen Nazis!