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Presseerklärung Die Linke, Kreisverband Krefeld

Mourad Qortas, Marcel Wendel

Nach menschenverachtenden Aussagen eines CDU-Mitglieds: Antimuslimischen Rassismus konsequent bekämpfen – Solidarität mit muslimischen Bürgerinnen und Bürgern.

Die Linke Krefeld ist entsetzt über die bekannt gewordenen menschenverachtenden und volksverhetzenden Aussagen eines Mitglieds der CDU Krefeld. Die in einem veröffentlichten Video geäußerte Forderung, Muslime zu „vergasen“, stellt einen erschreckenden Ausdruck von Hass, Menschenfeindlichkeit und antimuslimischen Rassismus dar.

Wer Menschen aufgrund ihres Glaubens, ihrer tatsächlichen oder zugeschriebenen Herkunft entmenschlicht und Gewaltfantasien bis hin zu Anspielungen auf die nationalsozialistischen Massenverbrechen äußert, greift die Grundwerte einer demokratischen und vielfältigen Gesellschaft an. Solche Aussagen dürfen weder relativiert noch als Einzelfall abgetan werden. 

Wir begrüßen, dass ein Parteiausschlussverfahren eingeleitet wurde und die Strafverfolgungsbehörden ermitteln. Gleichzeitig erwarten wir eine unverzügliche, umfassende und transparente Aufklärung der Hintergründe dieses Vorfalls. Es muss geklärt werden, ob es weitere rechtsextreme, rassistische oder menschenfeindliche Äußerungen gegeben hat und ob entsprechende Warnsignale möglicherweise übersehen wurden.

Unsere uneingeschränkte Solidarität gilt den muslimischen Bürgerinnen und Bürgern, den Moscheegemeinden sowie allen muslimischen Vereinen, Einrichtungen und Initiativen. Viele Menschen werden durch solche Hassbotschaften verunsichert, verletzt und bedroht. Ihnen gilt unsere Unterstützung.

Der Vorfall zeigt erneut, dass antimuslimischer Rassismus eine reale Gefahr für den gesellschaftlichen Zusammenhalt darstellt. Er äußert sich in Vorurteilen, Diskriminierung, Bedrohungen und Gewalt. Gerade in Zeiten zunehmender rechter Hetze und gesellschaftlicher Polarisierung braucht es ein klares und gemeinsames Zeichen gegen jede Form von Rassismus.

Die Linke Krefeld fordert daher:

  • Den Ausbau von Beratungs- und Unterstützungsangeboten für Betroffene von antimuslimischen Rassismus.
  • Eine stärkere Erfassung und Bekämpfung antimuslimischer Hasskriminalität.
  • Mehr politische und gesellschaftliche Bildungsarbeit gegen Rassismus, Rechtsextremismus und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit.

Krefeld lebt von seiner Vielfalt. Menschen unterschiedlicher Religionen, Weltanschauungen und Herkünfte gehören gleichermaßen zu unserer Stadt. Wir werden nicht zulassen, dass Hass und Ausgrenzung das Zusammenleben vergiften.

Wir rufen alle demokratischen Kräfte, die Zivilgesellschaft, Religionsgemeinschaften, Vereine und Initiativen dazu auf, gemeinsam Haltung zu zeigen: Gegen jede Form von Rassismus, gegen rechte Hetze und gegen jede Form von Menschenfeindlichkeit.

Krefeld braucht mehr Zusammenhalt, mehr Solidarität und eine klare demokratische Antwort auf Hass und Hetze.

Die Linke Krefeld

Mourad Qortas, Migrationspolitischer Sprecher Die Linke Krefeld 
Marcel Wendel, Kreissprecher Die Linke Krefeld

Krefeld, 19. Juni 2026

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